Wie ein Geschichten-Adventskalender entsteht – Ein Blick hinter die Kulissen
In diesem Blogartikel erfährst du, wie im Laufe eines Jahres ein personalisierter Geschichten-Adventskalender entsteht. Meistens beginnt der Prozess schon im Frühjahr oder Sommer und ist erst im Oktober (oder gar November) abgeschlossen.
Am Anfang war das Wort – und die Idee dahinter
Inspiration für meine Geschichten-Adventskalender finde ich fast überall: Das kann eine Begegnung sein oder ein Gegenstand, der auf der Straße liegt, ein Buch oder ein Film, die anders ausgehen, als ich es mir vorgestellt hätte oder ein Traum, der mich berührt hat. Meist sind es kleine Dinge, die den Keim für eine neuen literarischen Adventskalender legen.
Rund um diesen Gedanken beginnt nun der Geschichten-Adventskalender zu wachsen. Meistens kenne ich zuerst das Ende und stelle mir vor, was eine möglichst gegensätzliche Ausgangssituation wäre. Am Ende ist die Hauptfigur in einer glücklichen Beziehung? Dann kommt sie am Anfang vielleicht gerade aus einer unglücklichen. Am Ende steht der erfolgreiche Abschluss des Studiums? Dann fällt der Protagonist am Anfang durch eine entscheidende Prüfung.

Nach und nach entwickle ich die grobe Handlung, überlege mir, welche Personen dabei sein sollen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen.
Der Samen ist gelegt – nun muss er noch wachsen
Und dann, nach dem kreativen Startschuss, erfolgt die Schreibarbeit. Ja, ich sage bewusst Arbeit, denn da ist viel Handwerk dabei. Natürlich macht mir dieses Handwerk auch unglaubliche Freude, aber du darfst nicht erwarten, dass ich nur schreibe, wenn mich die Muse küsst (dann würde nie ein Adventskalender fertig werden 😉). Meistens ist ein Teil eine Szene und natürlich endet jeder mit einem Cliffhanger, damit du dann in der Weihnachtszeit etwas zu lesen hast, das du nicht aus der Hand legen kannst. Dabei muss ich manchmal ganz schön basteln, damit auch wirklich alles so passt, wie ich mir das vorstelle. 😅
Ich arbeite dabei unglaublich gern mit Papyrus Autor, einem Programm, das ein paar Features für Autoren hat, wie eine klare Szenengliederung, einen Zeitstrahl oder ein Denkbrett zum visualisieren der Zusammenhänge und Beziehungen.
Wie gesagt, kenne ich Anfang und Ende der Geschichte schon sehr früh. Und dann, irgendwann bei Teil 10 des Adventskalenders habe ich 80 % davon erzählt. Das ist fast jedes Mal so. Also gehe ich wieder ins Planen: Kommt vielleicht noch eine Nebenhandlung hinzu? Oder ein weiteres Hindernis, das meine Hauptfigur überwinden muss? Gibt es vielleicht noch eine weitere Person oder eine andere Perspektive?
Das ist dann meistens der Zeitpunkt, zu dem die zweite Hälfte der Geschichte entsteht, die mir den restlichen Input bis zum großen Finale liefert.





Geschichte fertig – Adventskalender fertig?
Sobald der Geschichten-Adventskalender fertig geschrieben und ein paar Mal überarbeitet worden ist, geht sie an meine Testleser. Ich habe drei großartige Menschen gefunden, die jeden meiner Kalender lesen und mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten wahnsinnig hilfreiches Feedback geben. Das arbeite ich dann ein und – tadaa: die Geschichte ist fertig.
Und jetzt?
Damit sie jedoch verkaufsbereit wird, fehlt noch ein aussagekräftiges Cover. In diesem Punkt hat mich in den letzten Jahren meine Tochter unterstützt. Sie feilt an einem tollen Titelbild und an einem Bild, das als Wasserzeichen hinter den einzelnen Teilen liegt. Meist nutzt sie Canva oder Picsart dafür, manchmal aber auch einfach nur Powerpoint.
Und dann überlege ich mir noch, welche Personen der Geschichte von meinen Lesern frei wählbar sein sollen. Diese Namen werden dann in einer weiteren Version durch Seriendruckfelder ersetzt, damit sie möglichst schnell und fehlerfrei ersetzt werden können. Meiner Erfahrung nach klappt das am besten mit dem guten alten Word – auch wenn ich bei den Formatierungen manchmal ganz schön fluche. 😅
Der letzte Schliff am Geschichten-Adventskalender

Und wenn dann das Produkt steht, wird es in den Webshop auf meiner Homepage eingestellt (in allen 5 Varianten) und auch im Etsy-Shop. Ich überlege mir Posts auf Social Media, einen Blogtext und einen Newsletter, um meinen Lesern die neue Geschichte vorzustellen.
Und mit ein bisschen Glück, wird der neue Adventskalender gefunden und kann 24 Tage Freude bringen.
Verrückt, was alles so hinter einem Geschichten-Adventskalender steckt, oder? Welche Schritte waren neu für dich? Welche hättest du vielleicht noch erwartet? Schreib es gerne in die Kommentare!
Und wenn du Lust bekommen hast, selbst einen Blick in einen meiner Adventskalender zu werfen, findest du [hier] eine Übersicht aller Geschichten
Hab eine gute Zeit!
Ulrike